Albert Hien
papalapap/aquamarin
2016
Neonsysteme / Metall / Lack
Maße 30 cm hoch, 190 breit und 14 cm tief

*1956 in München
Lebt und arbeitet in München
Albert Hien konzentriert sich seit 1989 auf Neon als künstlerisches Material. Ihn interessiert der vergängliche Charakter des Lichts, aber auch das Phänomen farbiger Strahlung, die das Material Neon ermöglicht.
Man meint eine Buchstabenreihe zu erkennen, die mehr als Bild wahrgenommen als entziffert wird: „papalapap“ ist ein Palindrom- es ist vorwärts wie rückwärts zu lesen. Den Begriff kennt man umgangssprachlich als Ausruf: „Papperlapapp“ wäre die Bezeichnung für „dummes Geschwätz“- so steht der Begriff seit 1880 im Duden. Allerdings ist die Schreibweise hier eine andere, so dass das Wort, will man die Buchstaben zu einem Wortzusammenhang fügen, mit Papa zu tun hat, oder Papst. Vielleicht ist der Schriftzug aber doch nur als Lautmalerei zu verstehen, denn der Wortsinn bleibt banal und belanglos.
Die Wahl der Typografie und die Formen der Minuskeln (Kleinbuchstaben) erinnern möglicherweise auch an Musiknoten.
Auch dadurch nimmt man das Werk als eine sehr harmonische, aus gleichförmigen Kreisen und Linien zusammengesetzte Zeichnung wahr, die objekthaft in den Raum hineinstrahlt. Sehr minimalistisch, mit Unterlängen und einer einzigen Oberlänge, ergibt sich eine einprägsame Lichtgestaltung von außerordentlicher Eleganz. Es provoziert die Formung von Tönen, A- und P, akustisch wie visuell, und erzeugt so einen Rhythmus.
Das Licht von Neon hat die Kunstwelt seit den 1930er Jahren in seinen Bann gezogen. 1936 integrierte der tschechische Künstler Zdeněk Pešánek Neonröhren in seine Serie von Glasskulpturen männlicher und weiblicher Torsi und führte sie damit in die bildende Kunst ein. Die Neonröhren betonten die äußere Form der konturierten menschlichen Körper aus Glas und beleuchteten gleichzeitig das Innere der Skulptur. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs machten die Nazis eine breitere Verwendung von Neon in der europäischen Kunst unmöglich. Arbeiten mit Neonröhren als Material tauchten erst 1946 wieder auf: Gyula Kosices „Estructura lumínica Madí 6“ war ein geometrisches Gebilde auf Holz montiert, das in blauem Licht schimmerte und in Buenos Aires ausgestellt wurde. Kosice war Mitbegründer der Künstlergruppe Madí. Gleichzeitig gründete Lucio Fontana, ebenfalls in Buenos Aires, die Academia Altamira und veröffentlichte das „Manifesto Blanco“, in dem er seine Theorie des „Spazialismo“ darlegte. Im Manifest forderte er neben einer Absage an traditionelle Materialien die Abkehr von der glatten Oberfläche und Flächigkeit der Leinwand. 1951 zeichnete er auf der 9. Triennale in Mailand „Struttura al neon per la IX Triennale di Milano“, eine an der Decke aufgehängte Struktur verdrehter Linien aus Neonröhren. Es war die erste Neonarbeit, die auf weitere Materialien verzichtete.
Auch in der Kunstwelt des 21. Jahrhunderts schaffen zahlreiche zeitgenössische Künstler:innen mithilfe dieser Lichttechnik abstrakte Neon-Objekte, Neon-Gemälde, Lichtmalerei und Neon-Skulpturen.
Weiterführende Infos/Links
Albert Hien erhielt 1982 eines der begehrten Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), war 1988 Stipendiat der Villa Massimo in Rom und nahm an der documenta 7 und der documenta 8 teil. 1984 erhielt er den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München und vertrat 1985 Deutschland auf der Biennale von São Paulo. Von 1997 bis 2001 lehrte er als Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und erhielt dann eine Professur an der Kunstakademie München.
In München gibt es eine (Musik-) Bar, mit dem Namen „Papalapap“:
www.papalapap-bar.de
Homepage des Künstlers:
www.alberthien.com
Albert Hien
papalapap/aquamarin
2016
Neonsysteme / Metall / Lack
Maße 30 cm hoch, 190 breit und 14 cm tief

*1956 in München
Lebt und arbeitet in München
Albert Hien konzentriert sich seit 1989 auf Neon als künstlerisches Material. Ihn interessiert der vergängliche Charakter des Lichts, aber auch das Phänomen farbiger Strahlung, die das Material Neon ermöglicht.
Man meint eine Buchstabenreihe zu erkennen, die mehr als Bild wahrgenommen als entziffert wird: „papalapap“ ist ein Palindrom- es ist vorwärts wie rückwärts zu lesen. Den Begriff kennt man umgangssprachlich als Ausruf: „Papperlapapp“ wäre die Bezeichnung für „dummes Geschwätz“- so steht der Begriff seit 1880 im Duden. Allerdings ist die Schreibweise hier eine andere, so dass das Wort, will man die Buchstaben zu einem Wortzusammenhang fügen, mit Papa zu tun hat, oder Papst. Vielleicht ist der Schriftzug aber doch nur als Lautmalerei zu verstehen, denn der Wortsinn bleibt banal und belanglos.
Die Wahl der Typografie und die Formen der Minuskeln (Kleinbuchstaben) erinnern möglicherweise auch an Musiknoten.
Auch dadurch nimmt man das Werk als eine sehr harmonische, aus gleichförmigen Kreisen und Linien zusammengesetzte Zeichnung wahr, die objekthaft in den Raum hineinstrahlt. Sehr minimalistisch, mit Unterlängen und einer einzigen Oberlänge, ergibt sich eine einprägsame Lichtgestaltung von außerordentlicher Eleganz. Es provoziert die Formung von Tönen, A- und P, akustisch wie visuell, und erzeugt so einen Rhythmus.
Das Licht von Neon hat die Kunstwelt seit den 1930er Jahren in seinen Bann gezogen. 1936 integrierte der tschechische Künstler Zdeněk Pešánek Neonröhren in seine Serie von Glasskulpturen männlicher und weiblicher Torsi und führte sie damit in die bildende Kunst ein. Die Neonröhren betonten die äußere Form der konturierten menschlichen Körper aus Glas und beleuchteten gleichzeitig das Innere der Skulptur. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs machten die Nazis eine breitere Verwendung von Neon in der europäischen Kunst unmöglich. Arbeiten mit Neonröhren als Material tauchten erst 1946 wieder auf: Gyula Kosices „Estructura lumínica Madí 6“ war ein geometrisches Gebilde auf Holz montiert, das in blauem Licht schimmerte und in Buenos Aires ausgestellt wurde. Kosice war Mitbegründer der Künstlergruppe Madí. Gleichzeitig gründete Lucio Fontana, ebenfalls in Buenos Aires, die Academia Altamira und veröffentlichte das „Manifesto Blanco“, in dem er seine Theorie des „Spazialismo“ darlegte. Im Manifest forderte er neben einer Absage an traditionelle Materialien die Abkehr von der glatten Oberfläche und Flächigkeit der Leinwand. 1951 zeichnete er auf der 9. Triennale in Mailand „Struttura al neon per la IX Triennale di Milano“, eine an der Decke aufgehängte Struktur verdrehter Linien aus Neonröhren. Es war die erste Neonarbeit, die auf weitere Materialien verzichtete.
Auch in der Kunstwelt des 21. Jahrhunderts schaffen zahlreiche zeitgenössische Künstler:innen mithilfe dieser Lichttechnik abstrakte Neon-Objekte, Neon-Gemälde, Lichtmalerei und Neon-Skulpturen.
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Albert Hien erhielt 1982 eines der begehrten Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), war 1988 Stipendiat der Villa Massimo in Rom und nahm an der documenta 7 und der documenta 8 teil. 1984 erhielt er den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München und vertrat 1985 Deutschland auf der Biennale von São Paulo. Von 1997 bis 2001 lehrte er als Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und erhielt dann eine Professur an der Kunstakademie München.
In München gibt es eine (Musik-) Bar, mit dem Namen „Papalapap“:
www.papalapap-bar.de
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Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 4 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 4 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 3 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 3 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 1 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 1 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 1 zu entdecken.
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Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
liebe Kunstinteressierte und Neugierige,
seit vielen Jahren sammelt Coroplast Kunst, wenn auch mehr im Kleinen als im Großen. Inzwischen aber hat sich die Sammlung auf über 100 Arbeiten summiert und es fällt schwer, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Den aber haben wir jetzt erarbeiten können und zwar über unsere Coroplast Corporate Collection App. Sie gibt Ihnen Informationen über die einzelnen Werke, über die Künstler und auch die Standorte, wo sie zu finden sind.
In Zukunft werden auch noch Rundgangvorschläge folgen, die sie dann selber, aber auch Kunden und sonstige Coroplast Besucher wahrnehmen können. Gerne können Sie sich diese aber auch selber zusammenstellen!
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit der App und natürlich auch mit der Kunst!

Kunst bei Coroplast
Arbeitsort als Ausstellungsfläche Treiber der Unternehmenskultur …
Natalie Mekelburger
CEO und Vorsitzende der Geschäftsführung der Coroplast Group
Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
liebe Kunstinteressierte und Neugierige,
seit vielen Jahren sammelt Coroplast Kunst, wenn auch mehr im Kleinen als im Großen. Inzwischen aber hat sich die Sammlung auf über 100 Arbeiten summiert und es fällt schwer, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Den aber haben wir jetzt erarbeiten können und zwar über unsere Coroplast Corporate Collection App. Sie gibt Ihnen Informationen über die einzelnen Werke, über die Künstler und auch die Standorte, wo sie zu finden sind.
In Zukunft werden auch noch Rundgangvorschläge folgen, die sie dann selber, aber auch Kunden und sonstige Coroplast Besucher wahrnehmen können. Gerne können Sie sich diese aber auch selber zusammenstellen!
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Natalie Mekelburger
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Impressum
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Wittener Straße 27
42279 Wuppertal
Telefon: +49 202 2681 0
Telefax: +49 202 2681 375
E-Mail: info@coroplast-group.com
Internet: www.coroplast-group.com
Sitz und Registergericht: Wuppertal HRA 15463
1. Persönlich haftende Gesellschafterin
Coroplast Verwaltungs GmbH
Sitz und Registergericht: Wuppertal HRB 6560
2. Geschäftsführer
Natalie Mekelburger
Marcus Söhngen
Torben Kämmerer
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 121020338
3. Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Absatz 2 RStV
Natalie Mekelburger
Zentrales Marketing
marketing@coroplast-group.com
4. Datenschutz
Für Fragen zum Datenschutz steht Ihnen unser Beauftragter für den betrieblichen Datenschutz gerne zur Verfügung:
GINDAT GmbH
Herr Rechtsanwalt Jörg Conrad
Wetterauer Str. 6
42897 Remscheid
privacy@coroplast-group.com
5. Konzept, Design & Umsetzung
6. Bilder
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Fotografien: Studio RBƒK
©2024 VG Bildkunst und den Künstler/innen
Trotz sorgfältiger Recherche war es nicht in allen Fällen möglich, die Rechteinhaber*innen der Abbildungen ausfindig zu machen. Berechtigte Ansprüche werden selbstverständlich im Rahmen der üblichen Vereinbarungen abgegolten.
7. Haftungshinweis
Die Informationen auf dieser Website wurden sorgfältig geprüft und werden regelmäßig aktualisiert. Die Coroplast Fritz Müller GmbH & Co.KG kann dennoch keine Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der auf dieser Website bereitgestellten Informationen übernehmen. Dies gilt auch für alle Verbindungen ("Links"), auf die diese Website direkt oder indirekt verweist.
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