Maike Freess
Reuse
2012/2013
Öl / Bleistift / paper cut-out auf Papier
Maße 216×149 cm

*1965 Leipzig / lebt und arbeitet in Berlin und Paris
Die großformatige Zeichnung mit dem Titel „Reuse" ist auf weißem Papier ausgeführt und präzise durchgearbeitet. Im Zentrum steht eine Figur in einem weißen Kleid mit roten Akzenten, die auch mit Blut assoziiert werden können, sowie roten Schuhen. Sie wirkt, als befände sie sich in einem Zwischenzustand von Wachsein und Schlaf, zerrissen und in verschiedene Richtungen strebend, zugleich eilend und entrückt. Die menschliche Figur nimmt im Werk von Maike Freess stets eine zentrale Rolle ein.
Die dargestellte Person befindet in einem undefinierten, irrealen Raum, der allein durch das weiße Papier markiert wird. Die Szene besitzt einen nahezu halluzinatorischen Charakter.
Ein prägnantes Mittel der Gestaltung ist ihre Erfindung von „cuts" oder „paper-cuts"- geschnittene Papierlinien, die in die Zeichnung integriert sind. Diese Schnitte fungieren als Bruchlinien innerhalb der Bildfläche. Zugleich verweist der „Cut" auf den Filmschnitt, der Räume und Zeiten trennt oder miteinander verbindet.
Die „paper-cuts" bewirken eine Fragmentierung des Raumes und führen dazu, dass die Betrachtenden einzelne Bildfelder sukzessiv wahrnehmen müssen. Diese Abfolge erzeugt eine Beschleunigung des Sehens und steigert die visuelle Spannung.
Der Titel „Reuse" verweist auf ein Fanggerät, aus dem es kein einfaches Entkommen gibt. In diesem Sinne lässt sich der Titel auch auf die dargestellte Figur beziehen, die als in gesellschaftlichen Normen, in der Monotonie des Alltags und in der Abfolge ritualisierter Handlungen gefangen gelesen werden kann. Die Fragen nach Identität und multipler Identität, die sich durch das Werk von Maike Freess ziehen, erhalten hier eine zusätzliche Dimension.
In ihren Selbstinszenierungen, Videos und Zeichnungen thematisiert die Künstlerin den ritualisierten Umgang miteinander sowie die Wiederholung von Konventionen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Händen zu, die als handelnde oder emotionale Akteure erscheinen: als Mittel des vorsichtigen Vorantastens, des Auslotens eigener Grenzen und der Selbstvergewisserung.
Ihr Thema ist, wie sie selbst formuliert, „der Mensch in seiner unvollkommenen, begrenzten und instabilen Natur, sein Verhältnis zu sich, zu seiner Umgebung, zu anderen Menschen und zur Gesellschaft; die Ambiguität der menschlichen Psyche."
Die Zeichnung ist ihr persönlichstes, authentischstes und gleichzeitig am meisten verstörendes Darstellungsmittel. Beeindruckt von mittelalterlicher Malerei eines Hieronymus Bosch oder Hans Memling, Goya oder Caravaggio, steht sie, was das handwerkliche Können angeht, ganz in der Tradition deutscher Zeichner wie Grünewald, Dürer und Cranach.
Maike Freess hat sich keine „Selbstbeschränkung" auf ein künstlerisches Medium auferlegt, sondern bedient sich verschiedener (zeitgenössischer)Techniken. Skulptur, Fotografie und Video hat sie in zusammenhängenden Phasen entwickelt und parallel kontinuierlich weiter gezeichnet.
Nur auf Leinwand gemalt hat sie nie.
Weiterführende Infos/Links:
Maike Freess
Reuse
2012/2013
Öl / Bleistift / paper cut-out auf Papier
Maße 216×149 cm

*1965 Leipzig / lebt und arbeitet in Berlin und Paris
Die großformatige Zeichnung mit dem Titel „Reuse" ist auf weißem Papier ausgeführt und präzise durchgearbeitet. Im Zentrum steht eine Figur in einem weißen Kleid mit roten Akzenten, die auch mit Blut assoziiert werden können, sowie roten Schuhen. Sie wirkt, als befände sie sich in einem Zwischenzustand von Wachsein und Schlaf, zerrissen und in verschiedene Richtungen strebend, zugleich eilend und entrückt. Die menschliche Figur nimmt im Werk von Maike Freess stets eine zentrale Rolle ein.
Die dargestellte Person befindet in einem undefinierten, irrealen Raum, der allein durch das weiße Papier markiert wird. Die Szene besitzt einen nahezu halluzinatorischen Charakter.
Ein prägnantes Mittel der Gestaltung ist ihre Erfindung von „cuts" oder „paper-cuts"- geschnittene Papierlinien, die in die Zeichnung integriert sind. Diese Schnitte fungieren als Bruchlinien innerhalb der Bildfläche. Zugleich verweist der „Cut" auf den Filmschnitt, der Räume und Zeiten trennt oder miteinander verbindet.
Die „paper-cuts" bewirken eine Fragmentierung des Raumes und führen dazu, dass die Betrachtenden einzelne Bildfelder sukzessiv wahrnehmen müssen. Diese Abfolge erzeugt eine Beschleunigung des Sehens und steigert die visuelle Spannung.
Der Titel „Reuse" verweist auf ein Fanggerät, aus dem es kein einfaches Entkommen gibt. In diesem Sinne lässt sich der Titel auch auf die dargestellte Figur beziehen, die als in gesellschaftlichen Normen, in der Monotonie des Alltags und in der Abfolge ritualisierter Handlungen gefangen gelesen werden kann. Die Fragen nach Identität und multipler Identität, die sich durch das Werk von Maike Freess ziehen, erhalten hier eine zusätzliche Dimension.
In ihren Selbstinszenierungen, Videos und Zeichnungen thematisiert die Künstlerin den ritualisierten Umgang miteinander sowie die Wiederholung von Konventionen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Händen zu, die als handelnde oder emotionale Akteure erscheinen: als Mittel des vorsichtigen Vorantastens, des Auslotens eigener Grenzen und der Selbstvergewisserung.
Ihr Thema ist, wie sie selbst formuliert, „der Mensch in seiner unvollkommenen, begrenzten und instabilen Natur, sein Verhältnis zu sich, zu seiner Umgebung, zu anderen Menschen und zur Gesellschaft; die Ambiguität der menschlichen Psyche."
Die Zeichnung ist ihr persönlichstes, authentischstes und gleichzeitig am meisten verstörendes Darstellungsmittel. Beeindruckt von mittelalterlicher Malerei eines Hieronymus Bosch oder Hans Memling, Goya oder Caravaggio, steht sie, was das handwerkliche Können angeht, ganz in der Tradition deutscher Zeichner wie Grünewald, Dürer und Cranach.
Maike Freess hat sich keine „Selbstbeschränkung" auf ein künstlerisches Medium auferlegt, sondern bedient sich verschiedener (zeitgenössischer)Techniken. Skulptur, Fotografie und Video hat sie in zusammenhängenden Phasen entwickelt und parallel kontinuierlich weiter gezeichnet.
Nur auf Leinwand gemalt hat sie nie.
Weiterführende Infos/Links:
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 4 zu entdecken.
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Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 2 zu entdecken.
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Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 3 zu entdecken.
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Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 1 zu entdecken.
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Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 1 zu entdecken.
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Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
liebe Kunstinteressierte und Neugierige,
seit vielen Jahren sammelt Coroplast Kunst, wenn auch mehr im Kleinen als im Großen. Inzwischen aber hat sich die Sammlung auf über 100 Arbeiten summiert und es fällt schwer, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Den aber haben wir jetzt erarbeiten können und zwar über unsere Coroplast Corporate Collection App. Sie gibt Ihnen Informationen über die einzelnen Werke, über die Künstler und auch die Standorte, wo sie zu finden sind.
In Zukunft werden auch noch Rundgangvorschläge folgen, die sie dann selber, aber auch Kunden und sonstige Coroplast Besucher wahrnehmen können. Gerne können Sie sich diese aber auch selber zusammenstellen!
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit der App und natürlich auch mit der Kunst!

Kunst bei Coroplast
Arbeitsort als Ausstellungsfläche Treiber der Unternehmenskultur …
Natalie Mekelburger
CEO und Vorsitzende der Geschäftsführung der Coroplast Group
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liebe Kunstinteressierte und Neugierige,
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Impressum
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Wittener Straße 27
42279 Wuppertal
Telefon: +49 202 2681 0
Telefax: +49 202 2681 375
E-Mail: info@coroplast-group.com
Internet: www.coroplast-group.com
Sitz und Registergericht: Wuppertal HRA 15463
1. Persönlich haftende Gesellschafterin
Coroplast Verwaltungs GmbH
Sitz und Registergericht: Wuppertal HRB 6560
2. Geschäftsführer
Natalie Mekelburger
Marcus Söhngen
Torben Kämmerer
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 121020338
3. Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Absatz 2 RStV
Natalie Mekelburger
Zentrales Marketing
marketing@coroplast-group.com
4. Datenschutz
Für Fragen zum Datenschutz steht Ihnen unser Beauftragter für den betrieblichen Datenschutz gerne zur Verfügung:
GINDAT GmbH
Herr Rechtsanwalt Jörg Conrad
Wetterauer Str. 6
42897 Remscheid
privacy@coroplast-group.com
5. Konzept, Design & Umsetzung
6. Bilder
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Fotografien: Studio RBƒK
©2024 VG Bildkunst und den Künstler/innen
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