Stephan Balkenhol
Der Engel und sein Begleiter
2011
Skulptur aus Wawaholz / partiell farbig gefasst
Maße Figuren ca. 149 cm / Sockel 50 cm
*1957 Fritzlar / lebt und arbeitet in Kassel, Karlsruhe, Berlin und im französischen Meisenthal
Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg: 1976-1982, u.a. Professor Ulrich Rückriem.
Stephan Balkenhol ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Gegenwart.
Balkenhols Holzfiguren balancieren zwischen zwei Extremen. Einerseits wirken sie ausdrucks- und teilnahmslos, stehen neutral und ruhig im Raum und strahlen keinen besonderen Charakter aus, erzählen keine Geschichte. Die „Emotionslosigkeit“ seiner Skulpturen wählt der Künstler bewusst. Die Betrachtenden sind gefragt, eine individuelle Deutung vorzunehmen. Anderseits werden sie in einem sehr expressiven Gestaltungsprozess gefertigt: Das leichte Tropenholz ist grob behauen und bleibt ungeschliffen, alle Arbeitsspuren und der Prozess der Anfertigung sind sichtbar. Die Skulpturen werden immer aus einem einzigen Block Holz geschaffen. Balkenhol stellt stets den Menschen ins Zentrum seiner Darstellungen. Die männliche Figur mit schwarzer Hose und weißem Hemd gehört zu den wiederkehrenden Motiven in seinem Werk.
Gleichmütig und ein wenig abwesend blicken die beiden Figuren, sich gegenseitig den Rücken zuwendend, über alles hinweg. Die weibliche Figur schaut Richtung Eingang, die männliche nichtssagend gegen eine Wand. Beide stehen auf einem jeweils halbrunden Sockel, die zusammengeschoben eine kreisförmige Form ergeben würden. Sowohl die Skulpturen als auch die Sockel sind teilweise farbig gestaltet.
Die männliche Figur ist mit Schuhen, Hemd und Hose bekleidet- die weibliche Figur ist nackt, mit Flügeln dargestellt.
Aktdarstellungen haben in der Kunst, sowohl in der Malerei als auch in der Skulptur, Tradition; nackte Menschen, ob Mann oder Frau, haben, solange sie unter diesem Vorzeichen betrachtet werden, eigentlich nichts Anstößiges. Aber dieser weibliche Akt hat Flügel, ist also tatsächlich ein Engel? Eine nackte Engelin im Foyer, als Empfangsdame, sozusagen?
Obwohl es sich bei Engeln um geistige, geschlechtslose Wesen handelt, wurden sie zunächst männlich, z.T. ohne Flügel dargestellt. Dies sehr wahrscheinlich, da die bekannteren Engel bzw. Erzengel männlich gelesene Namen trugen z.B. Gabriel oder Michael. Seit der Renaissance v.a. im Barock wandelten sich Engel beinahe in „Babys“: Sogenannte Putti, pausbackig und feist, mit Speckärmchen oder körperlos direkt aus Wolken erwachsend. Die Bürgerliche Kultur seit dem 19. Jahrhundert machte aus Engeln liebliche Wesen, die entsprechend den damaligen Idealbildern als Kinder und Frauen dargestellt wurden. Einer antiken Rezeption folgend, tragen die Engel in unserer Vorstellung meistens weiße Gewänder, also im Grunde Togas und haben häufig langes goldenes und/oder gelocktes Haar.
Mittlerweile haben die Engel jedoch das „Himmlische“ hinter sich gelassen und sind zu weltlichen Diensten verdonnert: keine dramatischen glutvollen Verkündigungen mehr, sondern Wachdienst auf Friedhöfen oder in der Werbung („die Gelben Engel“). Vor allem zu Weihnachten sind sie vielbeschäftigt und omnipräsent- ob als musizierender Baumschmuck, Ausstechförmchen oder auf sämtlichen Grußkarten.
Auch das Geschäft mit den Schutzengeln boomt: der „private“ Schutzengel etablierte sich seit etwa dem 18./19. Jahrhundert- auch als Folge gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und der Individualisierung.
In Stefan Balkenhols Arbeit wird die Rolle des Schutzengels scheinbar umgekehrt: hier fungiert die männliche Figur als „Begleiter“.
Stephan Balkenhol
Der Engel und sein Begleiter
2011
Skulptur aus Wawaholz / partiell farbig gefasst
Maße Figuren ca. 149 cm / Sockel 50 cm
*1957 Fritzlar / lebt und arbeitet in Kassel, Karlsruhe, Berlin und im französischen Meisenthal
Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg: 1976-1982, u.a. Professor Ulrich Rückriem.
Stephan Balkenhol ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Gegenwart.
Balkenhols Holzfiguren balancieren zwischen zwei Extremen. Einerseits wirken sie ausdrucks- und teilnahmslos, stehen neutral und ruhig im Raum und strahlen keinen besonderen Charakter aus, erzählen keine Geschichte. Die „Emotionslosigkeit“ seiner Skulpturen wählt der Künstler bewusst. Die Betrachtenden sind gefragt, eine individuelle Deutung vorzunehmen. Anderseits werden sie in einem sehr expressiven Gestaltungsprozess gefertigt: Das leichte Tropenholz ist grob behauen und bleibt ungeschliffen, alle Arbeitsspuren und der Prozess der Anfertigung sind sichtbar. Die Skulpturen werden immer aus einem einzigen Block Holz geschaffen. Balkenhol stellt stets den Menschen ins Zentrum seiner Darstellungen. Die männliche Figur mit schwarzer Hose und weißem Hemd gehört zu den wiederkehrenden Motiven in seinem Werk.
Gleichmütig und ein wenig abwesend blicken die beiden Figuren, sich gegenseitig den Rücken zuwendend, über alles hinweg. Die weibliche Figur schaut Richtung Eingang, die männliche nichtssagend gegen eine Wand. Beide stehen auf einem jeweils halbrunden Sockel, die zusammengeschoben eine kreisförmige Form ergeben würden. Sowohl die Skulpturen als auch die Sockel sind teilweise farbig gestaltet.
Die männliche Figur ist mit Schuhen, Hemd und Hose bekleidet- die weibliche Figur ist nackt, mit Flügeln dargestellt.
Aktdarstellungen haben in der Kunst, sowohl in der Malerei als auch in der Skulptur, Tradition; nackte Menschen, ob Mann oder Frau, haben, solange sie unter diesem Vorzeichen betrachtet werden, eigentlich nichts Anstößiges. Aber dieser weibliche Akt hat Flügel, ist also tatsächlich ein Engel? Eine nackte Engelin im Foyer, als Empfangsdame, sozusagen?
Obwohl es sich bei Engeln um geistige, geschlechtslose Wesen handelt, wurden sie zunächst männlich, z.T. ohne Flügel dargestellt. Dies sehr wahrscheinlich, da die bekannteren Engel bzw. Erzengel männlich gelesene Namen trugen z.B. Gabriel oder Michael. Seit der Renaissance v.a. im Barock wandelten sich Engel beinahe in „Babys“: Sogenannte Putti, pausbackig und feist, mit Speckärmchen oder körperlos direkt aus Wolken erwachsend. Die Bürgerliche Kultur seit dem 19. Jahrhundert machte aus Engeln liebliche Wesen, die entsprechend den damaligen Idealbildern als Kinder und Frauen dargestellt wurden. Einer antiken Rezeption folgend, tragen die Engel in unserer Vorstellung meistens weiße Gewänder, also im Grunde Togas und haben häufig langes goldenes und/oder gelocktes Haar.
Mittlerweile haben die Engel jedoch das „Himmlische“ hinter sich gelassen und sind zu weltlichen Diensten verdonnert: keine dramatischen glutvollen Verkündigungen mehr, sondern Wachdienst auf Friedhöfen oder in der Werbung („die Gelben Engel“). Vor allem zu Weihnachten sind sie vielbeschäftigt und omnipräsent- ob als musizierender Baumschmuck, Ausstechförmchen oder auf sämtlichen Grußkarten.
Auch das Geschäft mit den Schutzengeln boomt: der „private“ Schutzengel etablierte sich seit etwa dem 18./19. Jahrhundert- auch als Folge gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und der Individualisierung.
In Stefan Balkenhols Arbeit wird die Rolle des Schutzengels scheinbar umgekehrt: hier fungiert die männliche Figur als „Begleiter“.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 4 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 4 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 3 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 3 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 1 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 9 und 9a auf der Etage 1 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 2 zu entdecken.
Diese Werke sind im Gebäude 1 auf der Etage 1 zu entdecken.
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Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
liebe Kunstinteressierte und Neugierige,
seit vielen Jahren sammelt Coroplast Kunst, wenn auch mehr im Kleinen als im Großen. Inzwischen aber hat sich die Sammlung auf über 100 Arbeiten summiert und es fällt schwer, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Den aber haben wir jetzt erarbeiten können und zwar über unsere Coroplast Corporate Collection App. Sie gibt Ihnen Informationen über die einzelnen Werke, über die Künstler und auch die Standorte, wo sie zu finden sind.
In Zukunft werden auch noch Rundgangvorschläge folgen, die sie dann selber, aber auch Kunden und sonstige Coroplast Besucher wahrnehmen können. Gerne können Sie sich diese aber auch selber zusammenstellen!
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit der App und natürlich auch mit der Kunst!
Kunst bei Coroplast
Arbeitsort als Ausstellungsfläche Treiber der Unternehmenskultur …
Natalie Mekelburger
CEO und Vorsitzende der Geschäftsführung der Coroplast Group
Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
liebe Kunstinteressierte und Neugierige,
seit vielen Jahren sammelt Coroplast Kunst, wenn auch mehr im Kleinen als im Großen. Inzwischen aber hat sich die Sammlung auf über 100 Arbeiten summiert und es fällt schwer, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Den aber haben wir jetzt erarbeiten können und zwar über unsere Coroplast Corporate Collection App. Sie gibt Ihnen Informationen über die einzelnen Werke, über die Künstler und auch die Standorte, wo sie zu finden sind.
In Zukunft werden auch noch Rundgangvorschläge folgen, die sie dann selber, aber auch Kunden und sonstige Coroplast Besucher wahrnehmen können. Gerne können Sie sich diese aber auch selber zusammenstellen!
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Impressum
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Wittener Straße 27
1
42279 Wuppertal
Telefon: +49 202 2681 0
Telefax: +49 202 2681 375
E-Mail: info@coroplast-group.com
Internet: www.coroplast-group.com
Sitz und Registergericht: Wuppertal HRA 15463
1. Persönlich haftende Gesellschafterin
Coroplast Verwaltungs GmbH
Sitz und Registergericht: Wuppertal HRB 6560
2. Geschäftsführer
Natalie Mekelburger
Marcus Söhngen
Torben Kämmerer
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 121020338
3. Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Absatz 2 RStV
Natalie Mekelburger
Zentrales Marketing
marketing@coroplast-group.com
4. Datenschutz
Für Fragen zum Datenschutz steht Ihnen unser Beauftragter für den betrieblichen Datenschutz gerne zur Verfügung:
GINDAT GmbH
Herr Rechtsanwalt Jörg Conrad
Wetterauer Str. 6
42897 Remscheid
privacy@coroplast-group.com
5. Konzept, Design & Umsetzung
Studio RBƒK
www.rbfk.de
6. Bilder
Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Fotografien Studio RBƒK
©2024 VG Bildkunst und den Künstler/innen
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7. Haftungshinweis
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